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Chinatown vs. Sydney Fish Market

Wie es sich für jede Weltstadt gehört hat natürlich auch Sydney ein Chinatown zu bieten. Weniger touristisch als ich es an vielen anderen Plätzen schon gesehen habe, dafür umso authentischer. Ein Restaurant reiht sich an einen Dim Sum Laden, an einen kleinen Supermarkt, an eine Nudelbar, an einen Frittierimbiss. Weit und breit nur chinesische Zeichen, wenig Englisch zu lesen, wenige Nicht-Asiaten in Sicht. Eine große Anlaufstelle ist Paddy’s Market, für den nun doch klassischen Touri-Mitbringsel-Kram und Obst wie Gemüse. In allen Farben, Größen, Variationen, Ausprägungen. Ein buntes Potpourri an Frische und Knackigkeit. Auch hier: überwiegend Asiaten. Wirklich eine kleine chinesische Oase mitten in Downunder. Und doch: Eine „Hauptstraße“ = touristisch angehauchte Fußgängerzone gibt es. Da Chinese New Year ins Haus steht, ist sowohl diese, als auch der Rest der Stadt, in wundervoll farbenfrohe Figuren getaucht. Hier wuselt es ohne Erbarmen, hier lebt China. Und hier leben diese köstlichen kleinen Bällchen, deren Namen ich mir per Du nicht merken kann; außen Pfannkuchenteig, innen eine cremige Füllung ähnlich eines Vanillepuddings. Da steht man gut und gerne mal 20min an. 3 Bällchen kosten 1 Aussi Dollar, 7 Stück nur 2…günstig und großartig. Darüber hinaus sind natürlich alle Provinzen vertreten, vom hohen Norden mit seinem Hot Pot, der Westen brilliert mit Sichuan Pfeffer aus der gleichnamigen Gegend, bis hinunter nach Guangdong und seinen Chilli-Spezialitäten. Jetzt erstmal eine große Nudelsuppe für Körper und Geist; in den nächsten Tage noch mehr China, mehr Asien. Und man sollte meinen, das ist der chinesische Hot Spot der Stadt, hier trifft Touri auf Anwohner, hier ist die Community, der Rest der Stadt müsste chinafreie Zone sein…

 

    

…doch weit gefehlt. Ich mache mich auf zu Sydneys Fish Market, dorthin wo sich Angler und Fisch gute Nacht sagen. Ich betrete ein riesiges Areal, voll mit Fisch-LKWs und Fischhallen, die alles führen, was im Meer Rang und Namen hat. Sehr frisch, sehr ansehnlich, sehr lecker. Schnell schlage ich mich, wie man mich kennt, zur Fressmeile durch, um Meeresfrüchte und Co zu finden. Mit Erstaunen stelle ich fest, dass die Halle mit den ganzen Fischgeschäften, Buden und Ständen völlig überfüllt ist – mit Chinesen. Ungelogen habe ich das Gefühl im Reich der Mitte über einen Markt zu schlendern. Unglaublich, unvorstellbar und doch wahr – auch hier lebt China! Schwer genug sich durch Chinesen zu drängeln, schaffe ich es dann aber doch, vorbei an der Auslage von Scampi, Shrimps und Tiger Prawns, hinüber zu Calamari, Oktopus und Tintenfisch, weiter zu Mies-, Jakobs- und Herzmuschel, elegant um Schwertfisch, Wolfsbarsch, Lachs und Konsorten herum, direkt zum Grill & Fries Stand. Hier erstehe ich einen Seafood Kebab mit Pommes und drängle mich vorbei an Asiaten und Wasserbecken gefüllt mit Hummer, Monsterkrabben & Co, ins Freie und genieße bei Scampi, Oktopus und Lachs den blauen Himmel mit Ausblick auf einen kleinen Hafen. Es bleibt mir ein Rätsel wie alle drei Komponenten gleichzeitig den jeweils perfekten Garpunkt erreichen konnten - ist aber egal, denn es ist viel zu lecker und saftig, um darüber sinnieren zu können.


 

  

Ich schließe den Nachmittag im Botanischen Garten, der ein grünes Wunderwerk inmitten der Großstadt ist. Mit so viel Liebe und Genauigkeit angelegt und gepflegt, lässt er einen völlig vergessen, dass man sich direkt in einer Großstadt befindet. Nur die Wolkenkratzer, die zwischen den Palmen und Feigenbäumen durchspitzen, rufen einem die unmittelbare Nähe zum Boomen der City wieder ins Gedächtnis. Und doch: Eine Oase der Stille und Entspanntheit. Überall verteilt sitzen und liegen Touris wie Einheimische unter Bäumen und lesen ein Buch, machen ein Schläfchen, lassen das Leben vor den Toren zurück und entfliehen für kurze Zeit der Hektik.

   

Das alles, diese Kombination ist es, die Sydney so besonders und in meinen Augen so liebens- und vorallem so lebenswert macht. Ich fühle eine unwahrscheinlich hohe Lebensqualität zwischen einer Großstadt, die durch viele Nationen Einflüsse erfahren hat und der Natur, die sich genau in dieser immer ihren Platz erhielt. 

22.2.16 05:40
 


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