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Elsa, das Essen und ich

Elsa klingt in meinen Ohren wie ein urdeutscher, vermutlich urbayerischer Name für eine Kuh. Doch weit gefehlt, Elsa ist meine indonesische Mitbewohnerin in meinem Zimmer. Ihres Zeichens 1,56m groß, 30 Jahre alt, sieht aus wie 12, ist süchtig nach ihrem Farming-Spiel auf dem Tablett und kichert was das Zeug hält – also genau meine Kragenweite! Dazu kommt, dass sie KL wie ihre eigene Westentasche kennt.
Am liebsten gehen Elsa und ich zusammen essen! Nach dem Aufstehen planen wir den Lunch, beim Lunch das Abendessen und wenn wir gerade nicht planen, dann essen wir und können nicht sprechen. Und ich weiß, man fotografiert Essen nicht und dies ist auch kein Food-Blogg; aber dennoch: heute geht’s um die Wurst! Naja, eigentlich eher um die Nudeln…

Mit größter Begeisterung stellen wir fest, dass Chinatown nur einen Katzensprung entfernt ist und wir wirklich authentisches Essen direkt vor der Tür haben. Doch egal wo: es ist unfassbar günstig, fast billig. Also streifen wir durch die Streetfood-Markets, bei Tag wie bei Nacht, bleiben in den usseligsten Food-Courts hängen, schaffen es manchmal sogar in eine anständige Mall, immer mit dem Auftrag das beste Futter für die aktuelle Stimmung zu finden. Meistens ist es nicht nur heiß und stickig, es riecht an allen Ecken und Enden nach Knoblauch, Gewürzen, mal verbrannt, dann nach frischen Früchten. Ein Schwall nicht mehr ganz so frischer Fisch zieht vorbei und vermischt sich langsam mit dem fettigen, leicht tranigen Geruch des Bacon-Standes nebenan. Ein herrliches Durcheinander, das ab und an mit einem Hauch Kloake gespickt wird.
Hinzu kommt natürlich eine komplette Reizüberflutung für das Auge, das nicht nur das Ausweichen der vielen Menschen koordinieren muss, sondern auch die vielen bunten Spieße, Früchte und zusammengeschusterten Food-Wagen einzuordnen versucht. In diesem Getümmel rauscht Elsa, geschwind wie eine Spitzmaus, durch die Masse und man hat Not ihr an den Hacken zu bleiben. Doch heute weiß ich wo sie spätestens wartet, wie gestern, an unserer neuen Lieblingsgrillspeise: Austern vom Grill. Mit Schnittlauch und Erdnüssen. Heute gibt’s dazu auch noch ein paar scharfe Hühnerfüße.
Dem Gaumen gefällt es hier ausgezeichnet, alles schön scharf, mal mehr sauer, dann ein bisschen bitter mit einer Note süß. Mein Favorit: Assam Laksa, eine sauer-scharfe Fischsuppe mit Nudeln. Diese hier hatte auch kleine Ananasstück mit drinnen und ein wenig Koriander obendrauf. Alles ordentlich mit Knoblauch verfeinert und kleinen getrockneten Sardellen abgerundet. Hier freuen sich Augen, Nase und Gaumen gleichermaßen. We love it.

Zu gerne würde ich noch weiter philosophieren, doch wir müssen los, Elsa wartet schon – nicht, dass das Essen kalt wird…

 

1.2.16 16:00
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Fanie (3.2.16 20:45)
Ich werde Ende März auch in KL sein...also wenn du noch mehr Tipps hast...immer her damit ;-)
Wann reist du weiter?

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