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„Thanks for flying with Srilankan Airlines“ oder: Wie man überhaupt erstmal in die weite Welt hinein

Ich versuche also ein zweites Mal die Welt zu erobern, natürlich ohne sie zu erobern. Noch immer haben andere Menschen vor mir bereits alles gesehen, was ich sehen werde – aber für alle kommenden Stationen wird es mein erstes Mal sein.

So geht es los, eines schönen Januarmorgens Richtung Frankfurt, und schon sitze ich im Flieger nach Kula Lumpur über Sri Lanka. Ein Zwischenstopp, 3.30h Aufenthalt, das passt.
Ich finde mich in der Srilankan Airlines Maschine und stelle nicht nur fest, dass die Stewardessen hier ein bisschen indischer Aussehen (Ich an deren Stelle möchte im Übrigen keinen Notfall mit den langen Gewändern miterleben!), auch gibt es hier richtig echtes Besteck selbst für die Holzklasse und eine spitzenmäßige Getränkekarte: Eine breite Auswahl an Alkoholika steht zur Verfügung, Fruchtsäfte und alkoholfreie Getränke gibt es auf Anfrage! Großartig! Bloß nicht anfragen, keine Umstände bereiten, schön an den alkoholischen Köstlichkeiten orientieren.

So ist man zack, auch schon auf Sri Lanka und zum ewigen Warten morgens um 4.00h verdonnert. Doch man hat ja Zeit, man ist ja im Urlaub, man steht voller Vorfreude am Security Check an, denn das Gate ist irgendwann dann doch weitläufig als open ausgeschrieben. Eine gute halbe Stunde steuert man so auf zwei dilettantisch anmutende Sicherheitskontrollen, mit vier noch viel dilettantischeren Gates dahinter, zu. Doch der eigentlich Spaß ist nicht, dass einfach alle nur ihre Schuhe ausziehen, weder Flüssigkeiten noch Laptops aus den Taschen geholt werden müssen, oder Getränke in allen Größen und Farben schlicht durchgewinkt werden, nein – der Spaß ist, dass man nach 30min Anstehen, schon halb beim Ausziehen, gesagt bekommt, dass sein Gate an den kleinen Bildschirmen über dem Security Check noch nicht ausgeschrieben ist und man sich daher bitte wieder hinten anstellen möge… Ich blicke also zurück, zurück in die Schlange, in die ungeduldigen und unausgeschlafenen Gesichter der anderen Passagiere, in denen ein leichter Unterton von Aggression schwelt. „I just wait here“, lasse ich die Dame wissen, trete einen Schritt zur Seite und mache mit fester Miene meinen Standpunkt klar. Sie verdreht die Augen und geht weiter ihrer Arbeit nach. 1:0 für mich.
Geschlagene 10min vor Boarding kommt schließlich eine aufgeregte Gewandträgerin herbeigeeilt um in aller Stille und nicht zu offiziell zu verkünden, dass unser Flieger 1.45h Verspätung hat. Auf dem Tableau war es daher auch noch lange nicht angeschlagen – wie ich später erfuhr, wusste es meine Mutter aus dem Internet aber bereits geraume Zeit vor uns…Willkommen auf Sri Lanka.
Es beginnt also das endlose Warten, die Übermüdung, der Wunsch nach Essen, Schlafen, Klo. Bis auf Schlafen kann man Abhilfe schaffen. Ich treffe an der netten Security Station zwei Berliner, Jonas und Johannes (in meinem Zustand nenne ich sie beide einfach Justus Jonas), mit denen ich mir die Zeit vertreibe. Und da wir trotz aller Schlaflosigkeit gewitzte Leute sind, stehen wir auch schon umgehend am Traveller Desk von Srilankan Airlines und feilschen um einen Frühstücksgutschein. Aber nein, erst ab 2.00h Verspätung, davor gibt’s keinen Tropfen Kaffee gratis. Wir bleiben hartnäckig, der junge Herr am Schalter hartnäckiger, wir werden angespannt, er wird angespannter, wir ungehobelt, er…schreit uns lauthals hinterher, als wir ihn einfach stehenlassen und unserer Wege gehen: „Thanks for flying with Srilankan Airlines!“
Schließlich in KL, mit Frühstück im Flieger und 2.00h Verspätung (Wir haben überlegt, die Gutscheine im Nachhinein doch noch anzufordern!), teilen wir uns ein Taxi in die City. Mir wurde vor Beginn meiner Reise gesagt, eigentlich sei es schwerer alleine zu bleiben, als jemanden kennenzulernen – tatsächlich.
So denn, KL hat mich mit Sack und Pack empfangen. Wir sind gespannt wie sich KK und KL vertragen…


31.1.16 17:00
 


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